Natur als Medizin

In der Natur finden wir viele Pflanzen, die in der Medizin angewandt werden. Aber welche Pflanzen helfen wogegen? Wie wird man gesund ohne chemische Pillen?

Nun ist ja die Homöopathie nach wie vor ein Streitpunkt zwischen den Verfechtern der Schulmedizin und denen der alternativen Heilmethoden. Sie ist so alt wie die Menschheit. Sogar die 1991 in den Südtiroler Alpen gefundene Gletschermumie "Ötzi" führte Naturheilmittel bei sich, nämlich Birkenporlinge - das sind Pilze, zur Reinigung der Wunden. Die Erforschung der Pflanzen war ja im Mittelalter in den Klöstern angesiedelt. Hildegard von Bingen (1098 - 1179) war  wohl die berühmteste Vertreterin der Klostermedizin und hat auch Bücher über die Behandlung verschiedener Krankheiten mit Heilpflanzen verfasst. Die Wirkungsweise der Pflanzen wird seit dem 20. Jahrhundert wissenschaftlich zunehmend erforscht.

Inzwischen sind Nutzen und Wirksamkeit bei zahlreichen Produkten der Naturmedizin  auch wissenschaftlich belegt. 

Soweit sie mir bekannt sind, werde ich die besten und erwiesenermaßen wirksamsten Naturheilmittel hier alphabetisch auflisten und auch wofür sie eingesetzt werden, bzw. wobei sie uns helfen können, ohne gleich zur chemischen "Keule" greifen zu müssen.  Es ist schon erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln man kleinere Übel selbst behandeln oder sie vorbeugend einsetzen kann. Vielleicht kennt ihr ja Einige der hier aufgezählten Heilpflanzen und ihre Wirkung, wenn nicht, dann lasst euch überraschen.

Die Abkürzung "mg" in den Texten steht für Milligramm.

Artischocken  

Ein gutes Mittel sind die essbaren Disteln bei Verdauungsbeschwerden. Sie regen die Leber zur Produktion des Gallensaftes an, was den Cholesterinspiegel im Blut sinken läßt. Damit wird den Herz-Kreislauferkrankungen und der Arterienverkalkung vorgebeugt. Es wird als Trockenextrakt aus Blättern in Form von Kapseln oder Saft verabreicht und sollte bei einer Tagesdosis  bei mindestens 1000 mg liegen.

Baldrian 

Inzwischen ist die schlaffördernde Wirkung gut erforscht. Entspannend wirken die sogenannten Baldrianlignane und machen müde. Die Tagesdosis sollte hier bei 600 mg Extrakt liegen. Allerdings setzt die Wirkung erst nach 2 bis 4 Wochen ein.

Beinwell

Meist wird das Raublattgewächs als Salbe eingesetzt, vor allem bei Gelenk- und Muskelschmerzen. Prellungen und Gelenkverstauchungen lassen sich besonders gut therapieren. Schon im Altertum war diese Wirkungsweise bekannt. Bitte nur äußerlich anwenden!!!

Cranberry

Vor allem der Saft der roten Beeren wird hier genutzt. Er ist herb-säuerlich und wird vor allem zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen eingesetzt. Es wurde in einer Studie belegt, dass 500 mg Cranberry, die auch als Tabletten erhältlich sind, die gleiche vorbeugend schützende Wirkung aufzeigen, wie die Gabe eines Antibiotikums.  Tatsächlich können  damit Harnwegsinfekte bei anfälligen Frauen erkennbar verringert werden.

Flohsamen

Plantago ovata besser als indischer Flohsamen bekannt, quillt im Magen auf und wirkt verdauungsregulierend - besonders aber bei Verstopfung oder Darmträgheit. Durch die Einnahme der ballaststoffreichen Samen können auch Symptome des Reizdarmes deutlich gebessert werden.

Galphimia

Galphimia Glauca sollte Bestandteil jeder homöopathischen Hausapotheke sein.  Es wird bei  Heuschnupfen und Allergien verordnet und man sollte vier  Wochen vor dem Start der Pollensaison mit der Einnahme (3 x täglich eine D3 Tablette) beginnen. So können tränende Augen, zugeschwollenen Nasen und Niesattacken vermieden werden.

 Goldrute

In Europa wird Goldrute seit dem Mittelalter gegen Harnwegserkrankungen eingesetzt, da es harntreibend und antientzündlich wirkt. Das wiederum führt zu Ausschwemmungen von Bakterien. Besonders zur Vermeidung von Harnsteinen und Reizblasen wird die Goldrute eingesetzt und zeigt gleichzeitig eine entkrampfende Wirkung.  Als nötige Tagedosis  sind 1600 mg Trockenextrakt nötig.

Heilerde

Heilerde ist ein Pulver und wird aus Quarz- und Kalkablagerungen gewonnen - ist also keine Gartenerde. In Wasser aufgelöst zeigt es im Einsatz gegen Magenbeschwerden gute Effekte. Seine Wirkungsweise ist ganz einfach: Im Magen werden die Säuren gebunden und ausgeschieden. Auf das Pulver schwören auch viele als Mittel gegen unreine Haut. 

 

 

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